Mittwoch, 26. März 2014

Rezension "Die Dämonenfängerin 1 - Aller Anfang ist Hölle"

Titel: Aller Anfang ist Hölle
Originaltitel: The Demon Trapper's Daughter
Autor: Jana Oliver
Verlag: Fischer
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 € (D)
Seitenanzahl: 560
         




Inhalt


Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.

Meine Meinung

Ich fange natürlich zuerst einmal mit dem positivem an: Das Cover finde ich eigentlich ganz toll, es passt gut zum Buch. Es zeigt Riley vor einer Großstadt, in der sie Dämonen fangen muss, ich hätte es nur besser gefunden, wenn man Riley vielleicht nur von hinten gesehen hätte, damit man sich in Gedanken selbst ein Bild von ihr erschaffen kann. Die Idee der Geschichte ist an sich nicht schlecht, nur die Umsetzung ist katastrophal. Ich weiß nicht, wie die Autorin über 500 Seiten schreiben konnte, auf denen so wenig passiert. Die Handlung plätschert nur so vor sich hin und man könnte locker mal 100 Seiten überblättern und wäre in der Handlung immer noch nicht weiter. Die Geschichte konnte mich erst nach ca. 350 Seiten (!) halbwegs fesseln, vorher hatte ich bereits überlegt, das Buch abzubrechen. Im Klappentext wird erwähnt, dass die Geschichte im Jahr 2018 spielt, was im Buch nicht erwähnt wird, ebenso wenig wie die Tatsache, dass Luzifer die Zahl der Dämonen in den Städten erhöht. Mit Riley, der Protagonistin, konnte ich mich auch nicht so recht anfreunden. Ich fand sie sehr oberflächlich und an manchen Stellen konnte ich einfach nur den Kopf schütteln. Ein Beispiel: Nach der ersten Nacht, in der sie das Grab ihres Vaters bewachen musste, ist sie total fertig und weiß nicht, wie viele Nächte sie das noch durchhalten kann und einer ihrer Gedanken lautet "Vielen Dank dafür, Dad". Was fällt ihrem Vater auch ein, einfach mal zu sterben? Ich verstehe echt nicht, wie man so kaltherzig sein kann. Was ich auch sehr sinnlos fand, war, dass so ziemlich jeder männliche Charakter scharf auf Riley ist. Dann gibt es da noch Simon, mit dem Riley, ohne dass man Simon schon richtig kennen gelernt hat, bereits nach ein paar Kapiteln zusammen ist. Aber dann sind ja da noch der ehemalige Partner von ihrem Vater, Beck, auf den sie ebenfalls ein Auge geworfen hat und dann auch noch ein Dämonenjäger, für den sie ebenfalls schwärmt. Das war wohl ein misslungener Versuch von der Autorin, ein bisschen Liebe in die Handlung mit ein zu bringen. Aber am allerschlimmsten waren die vielen Übersetzungsfehler. Beck redet ständig mit "haste, weißte, das deutsche "Ja" wurde meistens beim amerikanischen "Yeah" belassen und ständig wird das Wort "tun" benutzt. Da hätte ich an manchen Stellen das Buch am liebsten gegen die Wand geschmissen. Die Reihe werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit wohl nicht weiter verfolgen.

Bewertung


1,5/5 Punkten

1 Kommentar

  1. Mir hat das Buch von der Story her sehr gefallen, aber ich muss dir wirklich Zustimmen was die Übersetzung und die "Lovestory" angeht. Das war wirklich nicht der Hit.

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