Mittwoch, 19. März 2014

Rezension zu "Vermiss mein nicht"

Titel: Vermiss mein nicht
Originaltitel: A place called here
Autor: Cecelia Ahern
Verlag: Krüger
Einband: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,90 € (D)
Seitenanzahl: 440






Inhalt


Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet ein Mädchen aus ihrer Klasse. Seit dieser Zeit sucht sie leidenschaftlich nach allem, was vermisst wird: nach Socken, Schlüsseln und später auch nach Menschen. In ihrer Suchagentur macht sie Angehörigen Mut, denn sie gibt niemals auf.
Doch als Sandy den Auftrag bekommt, den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden, verirrt sie sich im Wald und verschwindet selbst an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur Hier nennen. Dort begegnet sie Menschen, die sie schon lange gesucht hat, und auch jemandem, den sie fast vergessen hätte: sich selbst.
Währenddessen macht sich Jack auf die Suche nach Sandy.

Meine Meinung

Bei diesem Buch hatte ich ehrlich gesagt von Anfang an nicht so sehr hohe Erwartungen, da ich überwiegend schlechte Bewertungen darüber gelesen hatte. Aber ich wollte es dennoch lesen, da ich schon den Großteil ihrer Bücher gelesen habe und einige davon sehr gut waren. Den Klappentext dieses Buches fand ich jedoch schon ziemlich merkwürdig, aber ich wollte mich einfach mal überraschen lassen. Leider war dieses Buch für mich eine absolute Enttäuschung. Allein schon diese Idee von einem Ort, an den verschwundene Dinge kommen, fand ich total kurios und sehr schlecht umgesetzt. Abgesehen von der Tatsache, dass dort Dinge und Menschen hinkommen, die verschwunden sind, erfährt man nicht wirklich mehr über diesen Ort. Ich fand die Handlung einfach viel zu weit hergeholt und total realitätsfern. Die Protagonistin Sandy fand ich auch ziemlich komisch. Ein Mädchen, welches sie immer ärgert und was sie hasst, verschwindet in ihrer Kindheit und von da an hat sie diesen Zwang, Dinge und Menschen zu suchen? Das finde ich ziemlich unglaubwürdig. Die Beziehung zwischen Sandy und Jack hätte man außerdem auch ein bisschen weiter ausbauen können. Außer dass sie ein paar mal miteinander telefonieren und Jack sie später sucht, damit sie ihm hilft, seinen Bruder zu finden, haben die beiden nicht wirklich miteinander zu tun. Ich fand das Buch ziemlich langatmig und zäh, und irgendwann habe ich die Sätze nur noch überflogen, obwohl ich normalerweise relativ langsam und gründlich lese und mir einen schönen Satz auch gerne mehrmals durchlese. Aber hier hatte ich meistens gar keine Lust überhaupt weiterzulesen. Für mich war es auch sehr schwer, wieder in die Handlung rein zu finden, wenn ich eine Weile nicht weitergelesen habe, weil es sich eben alles so gezogen hat und unnötige Sachen viel zu ausführlich beschrieben wurden. Aber am unlogischsten fand ich das Ende. Achtung Spoiler (zum lesen bitte markieren): Es wird nicht wirklich klar, wie und warum Sandy auf einmal wieder zurück in die Realität findet. Weil sie eingesehen hat, dass man manche Dinge loslassen muss? Aber warum müssen die anderen Menschen dann dort bleiben? 



Bewertung


1/5 Punkten

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